
Die Förderkulisse des Aktiven Stadtzentrums Erkner wurde 2016 in das Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren II“ aufgenommen und ab 2020 in das Folgeprogramm „Lebendige Zentren“ überführt. Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK Erkner 2025 wurden drei stadträumliche Schwerpunkte herausgearbeitet. Das südliche Stadtzentrum entlang der Friedrichstraße soll durch eine bessere Aufenthaltsqualität, die Sanierung von Gebäuden und die Stärkung des Einzelhandels aufgewertet werden. Im Bahnhofsumfeld – als wichtiger Verkehrsknotenpunkt – stehen die Neuordnung der Flächen, bessere Radabstellmöglichkeiten sowie die Aufwertung und Herstellung der Zugänge zum Wasser im Fokus. Der Bereich am Flakenfließ bietet Potenzial für gewerbliche Entwicklungen und verbesserte Wegeverbindungen.
Seit 2024 verantwortet S.T.E.R.N. die Gebietskoordination im Programm „Lebendige Zentren“. Das Projektteam berät und unterstützt die Stadt im Förderverfahren, bei der Vorbereitung einzelner Maßnahmen sowie bei der Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Städtebauförderung auf Landesebene. Gleichzeitig werden lokale Fachakteur*innen, Bewohner*innen, Gewerbetreibende und weitere Partner bedarfsbezogen in Planungen und Umsetzungen einbezogen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Information und Beteiligung der Stadtgesellschaft. Durch Beteiligungsangebote, Pressearbeit und Berichte für die Stadtöffentlichkeit werden Ziele und Projekte im Programmgebiet sichtbar gemacht und der Entwicklungsprozess transparent gestaltet. Im Rahmen des Projekts „Grünes Band“ wurde beispielsweise 2025 erstmals ein mobiles Beteiligungsformat entlang der Friedrichstraße durchgeführt. Mitarbeitende der S.T.E.R.N. GmbH suchten mit von der WGE bereitgestellten Lastenrädern das Gespräch mit Anwohner*innen und Passant*innen. Ergänzend kamen eine Menti-Umfrage, Papierfragebögen und der „MachMit!-Baum“ zum Einsatz. Die Rückmeldungen machten insbesondere das Interesse an den Themen Begrünung, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und Naturerleben deutlich.
2026 wurde die Öffentlichkeit im Rahmen des Tags der Städtebauförderung erneut beteiligt. Neben der Präsentation von drei Wettbewerbsentwürfen zur Umgestaltung der Friedrichstraße konnten Bürger*innen ihre Einschätzungen zu den Entwürfen abgeben und sich über den aktuellen Planungsstand des Projekts „Grünes Band“ informieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Über ein Online-Tool sowie vor Ort konnten junge Menschen ihre Perspektiven auf den öffentlichen Raum und ihre Wünsche für die zukünftige Entwicklung einbringen.
Auch die ansässigen Gewerbetreibenden wurden während der Umbauarbeiten in der Friedrichstraße gezielt einbezogen. Eine Online-Umfrage erfasste zunächst die persönliche Betroffenheit, konkrete Unterstützungsbedarfe sowie Sorgen und Probleme der Unternehmer*innen. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für zwei Workshops im Sommer 2025, an denen sich rund 30 Unternehmer*innen beteiligten. Die Workshops wurden von den Gebietsbeauftragten der S.T.E.R.N. GmbH vorbereitet, durchgeführt, moderiert und dokumentiert. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der Bauarbeiten und temporären Sperrungen sowie die gemeinsame Entwicklung von Ideen und Lösungsansätzen zur Reduzierung der Beeinträchtigungen für die ansässigen Betriebe.
Darüber hinaus wurde im Projekt „Grünes Band“ eine gezielte Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt. Aufbauend auf der ersten öffentlichen Beteiligung im Jahr 2025 wurden 2026 insbesondere Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren einbezogen. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Orte in Erkner sie gerne aufsuchen, wo sie sich weniger oder gar nicht aufhalten und welche Angebote oder Verbesserungen ihnen dort fehlen. Die Beteiligung orientierte sich an der Kinder- und Jugendbeteiligungsrichtlinie der Stadt Erkner und diente dazu, die Perspektiven junger Menschen frühzeitig in die weitere Planung der Friedrichstraße einzubeziehen.
Darüber hinaus hat S.T.E.R.N. als zusätzliche Leistungen die Fortschreibung der Städtebaulichen Zielplanung sowie die Erstellung des Abschlussberichts für das Altprogramm „Aktive Zentren II“ erarbeitet. Beide Zusatzaufträge wurden 2025 abgeschlossen. Die Gebietsbeauftragung im Programm „Lebendige Zentren“ endet zum Jahresende 2026.
Unsere Leistungen im Projekt
- Unterstützung bei der Steuerung des Förderverfahrens und der Programmplanung
- Vorbereitung und Unterstützung der im Programm finanzierten Einzelmaßnahmen
- Abstimmung mit Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) und Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) zu förderrechtlichen und inhaltlichen Fragen der Programmumsetzung
- Fördermittelberatung und -management inklusive Erstellung der förderrechtlichen Unterlagen wie PUM, UPL, KoFi, jährlicher Förderantrag sowie eBi und eMO
- Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung von Beteiligungsformaten
- Zielgerichtete Durchführung der Bürger*innen-, Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Einbindung lokaler Fachakteur*innen und Gewerbetreibender
- Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit und Ausrichtung des Tags der Städtebauförderung
- Moderation und Dokumentation von Workshops und Beteiligungsveranstaltungen
- Austausch mit der Wirtschaftsförderung und dem ansässigen Gewerbe
- Fortschreibung der Städtebaulichen Zielplanung und Erstellung des Abschlussberichts für das Altprogramm „Aktive Zentren II“